Urinstein ist eine hartkalkige, gelblich-braune Ablagerung im WC, die durch den Mineralgehalt des Wassers und Urinrückstände entsteht. Mit den richtigen Mitteln lässt er sich auch ohne Schrubben unter großem Kraftaufwand entfernen.
Was ist Urinstein genau?
Urinstein bildet sich, wenn Harnstoffe aus dem Urin mit Kalk aus dem Leitungswasser reagieren und aushärten. In Berlin, wo das Leitungswasser als relativ hart gilt, entstehen solche Ablagerungen besonders schnell - sowohl am Rand des Toilettenbeckens als auch unter dem Rand und im Siphon der Toilette.
Hausmittel gegen Urinstein
Essig oder Zitronensäure
Säuren lösen Kalk- und Urinsteinablagerungen effektiv auf. Gießen Sie unverdünnten Haushaltsessig oder eine konzentrierte Zitronensäurelösung direkt auf die Ablagerungen. Lassen Sie das Mittel mindestens eine Stunde, besser über Nacht, einwirken. Anschließend mit einer Toilettenbürste abbürsten und spülen.
Backpulver und Essig kombinieren
Streuen Sie Backpulver auf die Ablagerungen, gießen Sie dann Essig nach. Die Reaktion sorgt für eine leichte mechanische Reinigungswirkung zusätzlich zur Säurewirkung.
Schritt für Schritt: Urinstein entfernen
- WC-Wasser ablassen und soweit möglich aus dem Becken schöpfen, damit die Reiniger nicht zu stark verdünnt werden.
- Zitronensäurelösung oder Essig auf alle Ablagerungen auftragen - auch unter den Rand.
- Mindestens 30 Minuten, idealerweise mehrere Stunden einwirken lassen.
- Mit der WC-Bürste kräftig schrubben.
- Spülen und das Ergebnis prüfen. Bei hartnäckigen Stellen den Vorgang wiederholen.
Wenn Hausmittel nicht reichen
Bei sehr alten, dicken Urinsteinschichten helfen spezielle Urinsteinlöser aus dem Fachhandel. Diese sind stärker konzentriert und wirken gezielt auf Urinrückstände. Tragen Sie beim Umgang mit solchen Mitteln Schutzhandschuhe.
Urinstein langfristig verhindern
- WC-Steine oder -Gele im Spülkasten binden Kalk und halten das Becken frischer.
- Regelmäßiges Reinigen mit säurehaltigen WC-Reinigern (wöchentlich) verhindert das Ansetzen neuer Ablagerungen.
- In Haushalten mit hartem Wasser wie in Berlin lohnt es sich, öfter zu reinigen.
Häufige Fragen
Ist Urinstein schädlich für das Rohrsystem?
Urinstein im Becken selbst verursacht keine Rohrschäden, er ist aber ein Zeichen dafür, dass das WC zu selten gereinigt wird. Im Leitungssystem tiefer können sich ähnliche Ablagerungen über Jahre aufbauen und den Durchfluss verringern.
Warum wirken WC-Reiniger aus dem Supermarkt manchmal nicht?
Handelsübliche WC-Reiniger enthalten oft zu geringe Säurekonzentrationen für hartnäckigen Urinstein. Zitronensäure in konzentrierter Form oder Haushaltsessig sind häufig wirksamer, da sie direkt auf die Ablagerungen aufgebracht werden können.
Wie oft sollte das WC gereinigt werden?
Einmal pro Woche ist ein guter Richtwert. Kurzes Einwirken mit WC-Reiniger und anschließendes Bürsten reichen aus, um die Bildung neuer Urinsteinschichten zu verhindern.