Biofilm ist ein schleimiger Belag aus Bakterien, organischen Resten und Feuchtigkeit, der sich an den Rohrinnenwänden bildet. Er verursacht unangenehme Gerüche, verlangsamt den Wasserabfluss und kann bei starkem Wachstum zur Verstopfung führen. In Berliner Haushalten ist Biofilm einer der häufigsten Gründe für stinkende Abflüsse.
Wie entsteht Biofilm?
Überall dort, wo feuchte Rohre mit organischen Stoffen in Berührung kommen, entsteht Biofilm. Speisereste, Seifenrückstände, Haare und Hautschuppen bilden die Nährbasis für Mikroorganismen. Innerhalb weniger Wochen kann sich ein dichter, klebrig-glatter Belag an den Rohrwänden bilden. Besonders anfällig sind Abflüsse in Küche, Dusche und Badewanne.
Biofilm erkennen
- Schlechter Geruch aus dem Abfluss, auch wenn kein Fremdkörper im Rohr ist.
- Schleimiger, dunkler Belag am Siebeinsatz oder am Siphon sichtbar.
- Wasser läuft langsamer ab als gewöhnlich.
- Gelblicher oder grünlicher Belag an zugänglichen Rohrinnenflächen.
Biofilm wirksam entfernen
- Mechanisch reinigen: Siebeinsatz und Siphon ausbauen, mit einer Bürste gründlich schrubben. Das ist der erste und wichtigste Schritt.
- Natron und Essig: Je zwei Esslöffel Natron in den Abfluss, dann Essig dazugießen. Die Kohlensäurereaktion löst den Biofilm von den Rohrwänden. 20 Minuten einwirken, dann mit heißem Wasser ausspülen.
- Enzymreiniger: Biologische Reiniger mit Enzymen bauen die organische Grundlage des Biofilms ab. Über Nacht einwirken lassen für beste Wirkung.
- Hochdruckspülung: Bei starkem Biofilm-Befall in tieferen Rohrabschnitten ist eine professionelle Hochdruckspülung die effektivste Methode. Berliner Rohrreinigungsdienste bieten dies als Standardleistung an.
Vorbeugen: Biofilm gar nicht erst entstehen lassen
Regelmäßiges Nachspülen mit heißem Wasser nach dem Abwaschen oder Duschen hemmt die Biofilm-Bildung. Wöchentliche kurze Behandlungen mit Natron oder einem Enzymreiniger halten die Rohre sauber. In Berlin, wo viele Mehrfamilienhäuser gemeinsame Abwasserstränge haben, können Ablagerungen tiefer im System sitzen - hier hilft nur ein Fachmann.
Häufige Fragen
Ist Biofilm gesundheitsschädlich?
Biofilm selbst ist in normalen Haushaltsabflüssen meist unbedenklich. Die Gerüche können jedoch unangenehm sein, und in seltenen Fällen siedeln sich Keime an, die über Wasserspritzer verteilt werden können. Regelmäßige Reinigung ist daher empfehlenswert.
Hilft Chlor gegen Biofilm?
Chlor tötet Bakterien ab, löst aber nicht die organische Masse des Biofilms. Enzyme und mechanische Reinigung sind dauerhaft wirksamer. Chlor sollte zudem nicht in großen Mengen in die Berliner Kanalisation gelangen.
Wie oft sollte ich die Rohre auf Biofilm prüfen?
Alle sechs bis acht Wochen lohnt ein kurzer Blick auf den Siebeinsatz und einen Geruchstest. Bei auffälligem Geruch oder langsamem Ablauf sofort handeln, bevor sich der Biofilm weiter ausbreitet.